Förderprogramme

Förderprogramm 2016 verlängert bis 2019: Klimafreundliche Speichersysteme

Im Kampf gegen die Klimaerwärmung nehmen regenerative Energien eine zentrale und wichtige Rolle bei der Energieversorgung ein. Sonnenenergie, Windkraft oder Biomasse werden im privaten und gewerblichen Bereich vermehrt als Lieferant für Warmwasser und/oder Stromerzeugung genutzt. Der kontinuierlich steigende Strompreis (2000: 15 Cent - 2010: 24 Cent - 2014: 29 Cent) weckt nun die Nachfrage nach innovativen Speichersystemen. Deshalb wurde am 19. November 2015 das neue Förderprogramm „Speichersysteme“ im Gemeinderat verabschiedet und am 13. Dezember 2016, am 19. Dezember 2017 sowie am 11. Dezember 2018 um je ein weiteres Jahr verlängert.
Die Stadt hat es sich im Rahmen der Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKK) zur Aufgabe gemacht, die lokalen CO2 Emissionen schrittweise und nachhaltig zu senken und möchte daher Speichersysteme für regenerative Energien im privaten Bereich fördern. So kann zum einen ein höherer Autarkiegrad für den Einzelnen und zum anderen neben Geldeinsparungen auch eine allgemeine Entlastung der öffentlichen Stromnetze erreicht werden. Der Endverbraucher ist somit weniger abhängig von den Stromanbietern und erreicht eine höhere Versorgungssicherheit (beispielsweise im Fall eines Lieferengpasses oder Ähnlichem).
Das Förderprogramm ist zunächst befristet bis zum 31.12.2019. Die Zuschusshöhe beträgt pauschal 500 €.

Den aktuellen Flyer finden Sie hier. (416,1 KB)

Förderprogramm 2018 verlängert bis 2019: Bauberatung

Im Integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) hat sich die Stadt Korntal-Münchingen mit der Maßnahme „C.1 Bauberatung“ vorgenommen, Bürgern für Bestands- und Neubauten ein Beratungsprogramm anzubieten. Dieses wurde am 14.03.2018 mit einer Auftaktveranstaltung eingeführt. Da es sich um ein begrenztes Förderbudget für qualifizierte Energieberatungen handelt, werden die Fördergelder nach dem Windhundprinzip vergeben. Die Zuschusshöhe beträgt ab 2019 pauschal 300 €. Nähere Informationen erhalten Sie im Antragsformular.


Heizungsoptimierung - Ende 2014 beendet

Die Stadt bezuschusst den Austausch von Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen mit 50 EUR je Pumpe sowie den hydraulischen Abgleich mit bis zu 100 EUR. Hier gibt es mehr Informationen dazu. (748,7 KB)

Den Ergebnisbericht zum Förderprogramm „Heizungsoptimierung“ der Stadt Korntal-Münchingen (2014) finden Sie hier. (485,9 KB)

Übersicht der landes- und bundesweiten Förderprogramme zum Thema energetisches Bauen und Sanieren

Im Regelfall weisen ältere Gebäude einen höheren Energiebedarf auf als Neubauten. Durch punktuelle oder flächendeckende Sanierungsarbeiten kann viel Energie und damit auch Geld eingespart werden. Landes- und bundesweit gibt es zahlreiche Förderprogramme, um das Eigenheim energetisch auf den Stand der Technik zu bringen. Einen Überblick über die aktuellen Fördermöglichkeiten finden Sie hier. (260 KB)


Naturschutz- und Landschaftspflegeprogramme

Erhalt des landschaftsprägenden Streuobstwiesenbestandes und Einzelbäumen auf Ackerflächen

Die Stadt Korntal-Münchingen übernimmt nur noch bei Sammelbestellungen der Obst- und Gartenbauvereine der Stadt Korntal-Münchingen die Kosten für Obstbaumhochstämme (Stammhöhe: 160 bis 180 cm) für nicht eingezäunte Grundstücke außerhalb des Siedlungsbereiches. Hierfür sollen bewährte, pflegeleichte und robuste Apfel- und Birnenhochstammsorten bevorzugt werden; auf Sortenvielfalt und regional bedeutende Sorten ist zu achten. Die Umweltschutzstelle der Stadtverwaltung wirkt hierbei beratend mit.

Extensiv bewirtschaftete Randstreifen

Die Stadt honoriert verschiedene Formen extensiv bewirtschafteter Randstreifen: den Phaceliakraut- und Ackerschonstreifen entlang von Feldwegen und den Grünlandstreifen, zusätzlich auch entlang von Oberflächengewässern. Voraussetzungen sind unter anderem eine Mindestbreite von 2,50 m, keine Düngung und keine Pflanzenschutzmittelausbringung. Die jährliche Entschädigungshöhe beträgt 14 Euro pro Ar. Für die Grünlandextensivierung (gilt nur entlang von Oberflächengewässern) beträgt die Entschädigungshöhe 5 Euro pro Ar.

Wiesenschutzprogramm

Die Stadt honoriert in den Gschnaidtwiesen verschiedene Extensivierungsformen. Die jährliche Entschädigung beträgt 4 Euro pro Ar, bei Rückführung von Ackerland in Grünland 6 Euro pro Ar.

-Ausgesetzt- Umstellung auf biologische Landwirtschaft

Die Stadt unterstützt landwirtschaftliche und gärtnerische Betriebe, die von der herkömmlichen Anbauweise auf biologische Anbauweise umstellen. Maximal 4 Jahre lang wird ein Zuschuss von höchstens 2.550 Euro für landwirtschaftliche Betriebe beziehungsweise 4.100 Euro für Gärtnereien pro Jahr gewährt. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einem anerkannten Bioanbauverband.

-Ausgesetzt - Wiederherstellung wasserdurchlässiger Grundstücksflächen (Entsiegelung)

Bezuschusst werden Maßnahmen zur Wiederherstellung von wasserdurchlässigen Oberflächen auf Verkehrsflächen der bebauten Grundstücke, wie zum Beispiel Hofeinfahrten, Garageneinfahrten, Stellplätzen und Eingangsplätzen. Die Niederschlagsdurchlässigkeit muss mindestens bei 30% liegen. Die Entsiegelung wird mit 15 Euro pro Quadratmeter gefördert. Der Höchstbetrag liegt bei 1.500 Euro pro Grundstück.

- Ausgesetzt - Druckentwässerungsanlagen im Außenbereich

Die Stadt fördert den Bau von Druckentwässerungsanlagen im Außenbereich mit einem einmaligen Zuschuss für die Unterhaltungsaufwendungen in Höhe von 4.000 Euro.

- Ausgesetzt - Dach- und Fassadenbegrünung

Bezuschusst werden Aufwendungen zur Begrünung von Dächern und Fassaden. Die Zuschüsse bei der Fassadenbegrünung betragen 50% der tatsächlichen Kosten, jedoch maximal 760 Euro je Maßnahme. Dachbegrünungen werden pro Quadratmeter mit 25 Euro gefördert. Der Höchstförderbetrag liegt bei 2.550 Euro pro Objekt.

- Ausgesetzt - Sonnenkollektoranlagen

Bezuschusst werden Sonnenkollektoranlagen zur Brauchwassererwärmung von Gebäuden. Die Förderhöhe beträgt pauschal für ein Einfamilienhaus 1.000 Euro, für ein Zweifamilienhaus/Doppelhaus mit gemeinschaftlicher Anlage 1.250 Euro und für Mehrfamilienhäuser/Wohn- und Geschäftshäuser mit gemeinschaftlicher Anlage 500 Euro je Wohnung (höchstens jedoch 5.000 Euro). Für Industrie- und Gewerbegebäude sowie für die Erweiterung bestehender Anlagen muss im Einzelfall die Förderhöhe festgelegt werden (höchstens 5.000 Euro).

- Ausgesetzt - Förderung des passiven Lärmschutzes

Die Stadt fördert unter bestimmten Voraussetzungen an ausgewählten, stark lärmbelasteten Straßen den Einbau von Lärmschutztüren und Fenstern. Die Zuschüsse betragen je Quadratmeter Fenster- oder Türfläche 110 Euro.

- Ausgesetzt - Umstellung auf Erdgasheizung

Bezuschusst werden Aufwendungen zur Umstellung von Heizungen auf den umweltschonenden Energieträger Erdgas. Die Zuschusshöhe beträgt 15% der Investitionskosten, jedoch 1.000 Euro je Hausanschluss.

Allgemeines

Für alle Förderprogramme der Stadt gilt, dass die Zuwendungen nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Bewilligung. Es sind nur solche Maßnahmen förderfähig, die nicht als Kompensationsmaßnahmen nach Fachplanungs- , Bauplanungs- bzw. Bauordnungsrecht vorgeschrieben sind.

Nähere Informationen

Angelika Lugibihl
Sachgebietsleiterin Umwelt-, Klima- und Naturschutz

 

Saalplatz 4
70825 Korntal-Münchingen
Telefon (07 11) 83 67-34 40
Fax (07 11) 83 67-44 34 00
Gebäude: Rathaus Korntal
Aufgaben:

Umwelt-, Klima-, Naturschutz, Lärmschutz, Agenda 21, Nachhaltigkeit

oder

Telefon 0711 8367-
Durchwahl 1403 Entsiegelung
Durchwahl 1403 Druckentwässerung
Durchwahl 1403 Zisternen
Durchwahl 1423 Lärmschutz
Durchwahl 1432 Umstellung auf Erdgas
Durchwahl 1432 Sonnenkollektoren
Durchwahl 1412 Dach- und Fassadenbegrünung
Stadtbauamt@korntal-muenchingen.de